Vergangenes – Tipping Times

Tipping Times History

Samstag, 11.04.2020. 17:00-19:00 (zum Nachhören: Tipping Times goes Soundcloud!)

Moderation von Gruppen und Meetings.
Dreht ihr euch bei Gruppentreffen oft im Kreis? Wisst ihr nicht mehr welche Entscheidungen getroffen wurden und wer wofür Verantwortung übernommen hat? Reden immer wieder dieselben, während andere nie zu Wort kommen? Mit diesen und weiteren Fragen wollen wir uns beschäftigen und rausfinden, welche Methoden sich für welche Zusammenhänge eignen.

Freitag, 17.04.2020, 19:00-20:30

Gender mich doch nicht voll! – Argumentationstraining gegen konservative Äußerungen & Antifeminismus.
Kennt ihr die Situation? Auf der Geburtstagfeier eine*r Bekannten sagt jemand: „Die ganze Gender-Ideologie ignoriert doch den biologischen Unterschied zwischen Männern und Frauen!“ Du stehst im Abseits und möchtest dagegen etwas sagen. Doch genau jetzt bist du sprachlos.
Dieses Webinar beschäftigt sich mit Argumentationsstrategien, welche unterstützend helfen, um in solch einer Situation Haltung zu zeigen. Wie kannst du dich gut positionieren, worauf willst du dich gerade einlassen und was passiert hier gerade eigentlich? Während der Einheit werden einerseits typische Abwehrmuster gegenüber der Kategorie „Geschlecht“ thematisiert, andererseits antifeministische Positionierungen problematisiert und praktische (sprachliche) Werkzeuge gemeinsam ausprobiert. Let´s do it together!

Dienstag, 21.04. 20:00-22:00 VERSCHOBEN (siehe: Blogeintrag, wir brauchen eine Pause)

Film-Vortrag und Diskussion: Tim Wise: „White Like Me: Reflections on Race from a Privileged Son“
Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=ESbFwsZLCe4

Mittwoch, 29.04. 19:00-21:00

Sketchnoting – Graphic Facilitation.
Unter den Begriffen „Visual Storytelling“, „Sketchnotetaking“, „Scribbelling“, „Graphic Recording“ versteht man unterschiedliche Visualisierungstechniken. Unter Verwendung verschiedener Methoden werden in diesem Workshop einfache Zeichentechniken erlernt, Flipcharts ansprechend gestaltet, Konzepte visuell verdeutlicht und Informationen aufbereitet. Teilnehmer*innen des Workshops soll die Möglichkeit gegeben werden, komplexe Inhalte durch Visualisierung nachhaltig an die jeweilige Zielgruppe zu vermitteln. Eine Einführung in die Grundlagen und Techniken der visuellen Moderation.

Bitte Papier und Stifte (am besten Filzstifte oder Marker in den Farben: schwarz, grau & bunt) bereit halten und wenn möglich eine funktionsfähige Webcam zur Hand haben 🙂

Donnerstag, 30.04.2020, 19:00-21:00 (einfach hier klicken: https://zoom.us/j/154452225)

Die Corona-Frontlines: Wo wir JETZT hinschauen müssen!
Während einigen von uns die Decke in der Wohnung auf den Kopf fällt und andere Homeoffice und Homeschooling unter einen Hut bringen müssen, leisten wieder andere Mehrarbeit unter schwierigsten Bedingungen. Was das Arbeiten schwierig macht, ist aber oft nicht der Virus selbst, sondern unser Umgang damit.

Wir sprechen mit Gästen, die derzeit in unterschiedlichen Bereichen mit dem Zerfall der „Normalität“ konfrontiert sind. Wir möchten von ihrem Alltag hören, ihre Einschätzungen zu den aktuellen Maßnahmen der Regierung erfahren und Inspiration für politisches Handeln bekommen, jetzt und nach Corona. Ganz besonders wichtig ist uns die Frage: Was können progressive link Bewegungen jetzt tun? Wofür sich einsetzen?
Und es gibt viel zu tun!
Denn die Corona-Krise zeigt die Brüchigkeit unseres Systems auf. In aller Deutlichkeit bringt sie die darin vorprogrammierten Ungerechtigkeiten ans Licht und zeigt, welche Themen der Politik tatsächlich wichtig sind, wo die Wirtschaft überall Vorrang hat und welche Folgen für bestimmte Menschen als Kollateralschaden der Krise in Kauf genommen werden.
Bestätigte Gäste:
* Ernestine Holzinger, Diplomierte Krankenpflegerin (OÖ)
* Stefan Lainer, ORF (NÖ)
* Supermarkt-Angestellte
* Krankenhauspersonal
(wird kontinuierlich erweitert)

Montag, 04.05. 19:00-21:00

Von der Strategie zur Aktion.
In diesem Workshop setzen wir uns in kurzen Blitzlichtern mit den Schritten von der Vision zu konkreten Aktionsplanung auseinander: Theories of Chance, Strategie und Taktik, kollektives Lernen und Reflektieren, Ziele definieren, Aktionen planen. Ziel des Workshops ist, knappe Einblicke in verschiedene Tools und Konzepte zu geben. Für alle, die gerne, den Überblick haben 😉

Donnerstag, 07.05. 19:00-21:00

Kampagnen: Was ist das und wozu brauch ich das?
Einzelne Aktionen entfalten ihre politische Wirkung oft erst, wenn sie in längerfristige, durchdachte Kampagnen eingebettet sind. Was Kampagnen auszeichnet, warum es sinnvoll ist, strategisch zu planen und welche Analysen wir dafür brauchen, erfährst du in diesem Workshop. Das Format ist inputorientiert mit interaktien Formaten. Wenn es konkrete Beispiele gibt, an denen ihr gerade arbeiten wollt, gerne 🙂

Dienstag, 12.05. 18:00- 20:00

Austauschraum: 2 Monate Corona. Wie geht es mir gerade?
Wir möchten uns einen Raum aufmachen, in dem wir uns unseren Befindlichenkeiten widmen. Das Leben geht weiter, die Lockerungen machen wieder mehr möglich, auch wenn vor dem zu viel gewarnt wird. Was ist nun eigentlich zu tun? Wie können wir solidarisch, strategisch und effektiv sein und bleiben? Wir werden uns in diesen zwei Stunden Zeit nehmen um voneinander mitzubekommen, was uns beschäftigt, was uns herausfordert, was für Umgänge wir gefunden haben…
Wir freuen uns auf euch in großer oder kleiner Runde 🙂

Donnerstag, 14.05. 19:00-20:00

Homeoffice = Überwachung – Selbstschutz für Aktivist*innen.
Wer mächtige Institutionen herausfordert, sollte nicht nur unsanfte Behandlung erwarten. Überwachung und aktive Behinderung unserer Kommunikationstechnik sind leider üblich. Wir dürfen diese unsichtbare Gefahr nicht unterschätzen. Mit etwas Umsicht können wir aber sehr leicht die größten digitalen Bedrohungen entschärfen. Dieses Webinar wird über BigBlueButton stattfinden – Bitte dabei Chromium oder Chrome verwenden, weil andere Webbrowser im Moment teilweise Probleme damit haben!

Samstag, 16.05. 18:00- 20:00

Film und Diskussion: Der Prozess
Über 3 Jahre lang filmte der Regisseur Igor Hautzenberger des Dokufilms „Der Prozess“ das Geschehen in der Tierschutzcausa mit, über 260 Stunden Rohfilm sind dabei entstanden. Dabei verfolgte Hautzenberger nicht nur die juristischen Entwicklungen, gerade die persönlichen Schicksale der Betroffenen waren ihm ein Anliegen. Zusätzlich begleitete er den VGT auf zahlreiche Aktionen und konnte dadurch den ZuschauerInnen deutlich vor Augen führen, dass wir nur legitime Aktionen durchführen, aber auch, wie effizient wir uns für Tiere einsetzen. Natürlich machten wir uns dadurch in jenen Kreisen unversöhnliche Feinde, die von der Ausbeutung der Tiere leben oder diese aus Gründen der Tradition betreiben. Im Film wird klar, wer hinter der Instrumentalisierung der Polizei gegen den Tierschutz stand und steht.
Ablauf:
20:15: Gespräch mit Martin Balluch (VGT) und Christof (Basisgruppe Tierrechte) 21:00 Film wird von allen individuell auf ihrem PC gestreamt
Danach: Diskussion der Teilnehmer*innen

Mittwoch, 20.05. 19:00-20:30

Knast und Widerstand – Self-care vor und nach Repression.
Dieser Workshop beschäftigt sich mit den emotionalen Aspekten von Knast und Polizeirepression.
Was für Methoden gibt es um diese Erfahrungen von Gewalt und Unterdrückung zu verarbeiten? Wie bleiben wir handlungsfähig, emotional gesund und im Selbstvertrauen? Wie können wir uns möglichst gut auf Knast vorbereiten?
Wie können wir eine nachhaltige politische Praxis ermöglichen?
Wir werden anhand von realen Knasterfahrungen und anarcha-feministischen Methoden Wege suchen und finden uns in unserer Community und Bewegungen gegenseitig zu stärken, anstatt in Leistungsdruck, Trauma und Burn-out unterzugehen.
Themen: u.a. Radical Softness, Vorbereitung auf Knast, Knasterfahrung im Ausland, Umgang mit Trauma.
**Der Workshop wird die Erfahrungen von 2 Menschen, die weiß, cisweiblich und able bodied mit österreichischem Pass sind, widerspiegeln. Viele Erfahrungen von anderen Menschen sind schwieriger und komplexer, aufgrund von racial profiling, not passing im binären System oder anderen strukturellen Unterdrückungsmechanismen.

Dienstag, 25.05. 19:00- 20:00 (HIER kommst du zur Anmeldung)

Vortrag: Umgang mit Corona in der Autonomous Administration of Rojava?
Die Corona-Krise hat so gut wie alle Menschen der Welt berührt. Auch vor den kurdisch autonomen Regionen in Nordsyrien machte sie nicht Halt. Viele westliche Regierungen reagierten mit autoritären Maßnahmen und Eingriffen in Grundrechte und verschärften nebenbei Überwachungsmaßnahmen. Die Autonomous Administration Rojava ist für ihre selbstverwaltete, nachhaltige und soziale gerechte Administration bekannt. Auch im Umgang mit Corona bewies sie, dass Zusammenleben anders organisiert werden kann!

Frauen der Kongra Star Bewegung starteten die Kampagne „Women Defend Rojava“ um internationale Proteste in Solidarität mit den Frauen in Nord und Ostsyrien und der Rojava-Revolution gegen die türkische Besatzung zu koordinieren. Hiva Arabo, aus dem Koordinierungskreis des Kongra Star women’s movement, erzählt uns in einem Interview, wie in Rojava mit Corona umgegangen wurde und wird.

Das Interview wurde aufgrund von schlechter Internetverbindung in Rojava aufgezeichnet. Es wird von Teilnehmer*innen individuell gestreamt. Danach treffen wir uns zum gemeinsamen drüber Reden und Diskutieren.

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